Mannheim | Wettbewerbe

„Digital die Welt entdecken!“


Es ist Waldtag im Kindergarten Regenbogen! Marie und Paul sind zwar ein bisschen traurig, dass Kai Klötzchen, der kleine Bauklotzmann, nicht mitkommen kann, aber sie freuen sich schon darauf, wieder neue Dinge im Wald zu erkunden.

Heute geht es nicht am Bach entlang, sondern direkt tief in den Wald hinein. Bei der ersten Pause haben die Kinder noch keinen Hunger, sie wollen lieber die Umgebung erkunden. „Paul, schau mal, da ist ein Baum umgefallen", ruft Marie aufgeregt und zieht Paul mit sich. Gemeinsam schauen sie sich den Baum genauer an. „Er ist umgeknickt. Vielleicht ist das beim Sturm neulich passiert?" „Was ist das denn für grünes Zeug?", wundert sich Paul und streicht vorsichtig über das Moos an der Baumrinde. „Fühlt sich schön weich an", findet er. „Schau mal, wie es da drin wimmelt", staunt Marie und zeigt auf die vielen kleinen Tierchen, die an der Baumrinde herumklettern und unter ihr verschwinden. Paul entdeckt noch etwas: „Marie, da wachsen ja sogar Pilze!" Auch auf die Reste eines Vogelnests stoßen die beiden. Paul und Marie sind begeistert, was es hier alles zu entdecken gibt. Wie gut, dass Marie und Paul ihre Lupen mitgenommen haben, um diese kleine Welt genauer betrachten zu können. Mit der Lupe können sie die Insekten viel größer sehen.

Schade, dass Klötzchen nicht mit im Wald ist und sie ihm den Baum nicht zeigen können. „Leider können wir den Baum nicht mit in den Kindergarten nehmen", bedauert Paul. „Und die kleinen Tierchen wohnen hier, die wollen bestimmt nicht umziehen", ergänzt Marie. Stifte und Papier haben sie auch nicht dabei, um alles für Klötzchen abzumalen. Andrea, ihre Erzieherin, hat bereits nachgefragt, was die beiden untersuchen. Da hat Marie plötzlich eine Idee: Andrea hat bestimmt eine Kamera dabei. So können sie Klötzchen zu Hause zeigen, was sie alles entdeckt haben. Paul gibt zu bedenken: „Marie, wir können Klötzchen dann zwar ein Bild von den Käfern zeigen, aber mit unseren Lupen haben wir ja noch viel mehr entdeckt." „Das ist doch kein Problem", sagt Marie, „mit der Kamera kannst du zoomen, dann wird der Käfer größer. Und ich glaube, man kann die Fotos auch danach noch größer machen. Das können wir ja Andrea fragen." So können Marie und Paul die Insekten direkt fürs Foto vergrößern, um herauszufinden, was diese am Baum machen. Und wer weiß, was sie dabei noch alles entdecken. Gesagt, getan: Paul und Marie legen los.

Im Kindergarten angekommen, zeigen Marie und Paul ihrem Freund Kai Klötzchen die Fotos.

▶ Kai Klötzchen staunt: Mit der Kamera kann man unterwegs spannende Beobachtungen sammeln. Man kann kleine Dinge direkt heranzoomen oder sogar später noch das Foto weiter vergrößern. Was Klötzchen da alles entdeckt! Probiert es selbst einmal aus! Vergleicht das, was ihr mit dem bloßen Auge erkennt, mit dem, was ihr mit der Vergrößerung durch die Lupe oder die Zoom-Funktion der Kamera seht. Was könnt ihr entdecken? Beobachtet und vergleicht eure Entdeckungen. Was klappt besser mit der Lupe? Was klappt besser mit der Kamera? Entdeckt ihr mit der Lupe oder mit der Kamera andere Dinge, die ihr vorher nicht erkennen konntet?

▶ Klötzchen hat eine Idee: Andrea, die Erzieherin, könnte die Fotos ausdrucken. Dann können alle Kinder die Unterschiede immer wieder betrachten und Neues entdecken. Habt ihr eine Idee, was Marie und Paul mit den ausgedruckten Fotos machen können? Vielleicht eine kleine Ausstellung oder ein tolles Spiel? Probiert es doch mal selbst mit euren Fotos aus.

▶ Schade, dass Marie und Paul ihrem Freund Kai Klötzchen nicht zeigen können, wie schnell sich die kleinen Tierchen bewegt haben. Habt ihr eine Idee, wie Marie und Paul das bei ihrem nächsten Waldtag machen können?

Aufgabe:
Die Kinder befassen sich in einem Zeitraum von mindestens vier Wochen mit dem Wettbewerbsthema. Sie gehen zunächst mit den Augen, dann mit Lupe und anschließend mit einer digitalen Kamera (falls in der Einrichtung als Dienstgerät vorhanden, gerne auch die Kamerafunktion von Tablet oder Smartphone verwenden) auf naturwissenschaftliche Entdeckungstour. Was können sie besonders gut erkennen? Die Kinder vergleichen die Vergrößerungen mit der tatsächlichen Größe. Sie können die Fotos ausdrucken, vergleichen, beobachten und ihre Ergebnisse damit dokumentieren. Weitere Anregungen und Hinweise dazu finden Sie im Begleitmaterial.

Ihr Wettbewerbsbeitrag besteht aus einer Dokumentation, die Art und Gestaltung der Dokumentation steht Ihnen frei. Sie kann analog oder digital gestaltet sein (max. Videolänge fünf Minuten). Fotos können als Teil der Dokumentation eingesetzt werden. Bitte Datenschutz und Einwilligungserklärungen beachten! Ihre analoge oder digitale Dokumentation dient auch als Ausstellungsstück während der Explore Science Veranstaltung.

Informationen für Fachkräfte: Download

Bewertungskriterien:
Die eingereichte Dokumentation ist die Grundlage für die Bewertung des Beitrags.

Für die Jury soll aus der Dokumentation ersichtlich sein,

▶ dass die Kinder sich digital unterstützt mit einer naturwissenschaftlichen Fragestellung beschäftigt haben.

▶ dass sich die Kinder mit dem Thema „Vergrößern und Verkleinern" auseinandergesetzt haben, sowohl mit Lupe als auch mit digitaler Unterstützung.

▶ dass die Kinder sich mit dem Umgang, den Vor- und Nachteilen und Ergebnissen von analoger Lupe und digitaler Kamera auseinandergesetzt haben.

▶ dass die Kinder naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen angewandt haben.

▶ dass die pädagogischen Fachkräfte gemeinsam mit den Kindern das Projekt dokumentiert haben.

Preise:
1. Preis: 500 Euro | 2. Preis: 300 Euro | 3. Preis: 200 Euro

Alle Gruppen, die ihren Beitrag fristgerecht eingereicht haben, erhalten ein Geschenk.

Analoge und digitale Beiträge bitte an folgende Adresse schicken an:

Forscherstation
Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH
Berliner Straße 49
69120 Heidelberg

Für Rückfragen zum Inhalt des Wettbewerbs wenden Sie sich bitte an:
Ingrid Dreier (Beratung und Material)
Tel. 06221-43103-33

Wettbewerbs-E-Mail

Aufgabenbeschreibung

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