Mathematik zum Anfassen

Bei der interaktiven Ausstellung können Besucher mathematische Phänomene direkt erleben und so einen neuen Zugang zur Mathematik erhalten. Die Ausstellung wählt nicht den Weg über die mathematische Sprache oder Computersimulation, sondern stellt interaktive Exponate zur Verfügung. Die Besucher führen einzeln oder in Gruppen Experimente durch und erforschen eigenständig mathematische Phänomene. Hierbei geht es um ein Be-Greifen mit Hand, Kopf und Herz.

Bis lang begeisterte die Wanderausstellung „Mathematik zum Anfassen“ des Mathematikums in Gießen mehr als 1 Million Besucher.

Übersicht:

Die Brücke

Aus den Teilen soll eine Brücke gebaut werden. Diese ist der Leonardo-Brücke ähnlich, es sind nur jeweils vier Stäbe fest miteinander verbunden.



Der Knobeltisch

Dieser Tisch ist eine Zusammenstellung aus sechs verschiedenen Knobelspielen: Kreuz oder Quadrat, Würfel aus zwei Teilen, Würfel aus drei Teilen, Kugelpyramide, Quadratpuzzle und Dreieck.


Im Spiegel malen

Eine Figur nachmalen oder den eigenen Namen schreiben: eigentlich ganz einfach – aber nicht, wenn man dabei nur in den Spiegel schauen darf.


Das Labyrinth
Ein rundes Labyrinth mit einem Eingang und einem Ausgang – und es gibt nur einen Weg hindurch.


Der Zahlenkreis

Zwölf runde Löcher sind im Kreis angeordnet. Hinter jeder Glasscheibe unter einer Zahl verbirgt sich etwas – was hat das, was man sieht, mit der jeweiligen Zahl zu tun?


Deutschlandtour
Mit Hilfe einer Schnur an deren Enden Gewichte befestigt sind, kann man die kürzeste Verbindung zwischen drei deutschen Städten bestimmen. Hintergrund ist das Fermat-Problem.

Drehspiegel
Dieser drehbare Spiegel besteht aus zwei im rechten Winkel zueinander stehenden Spiegeln. Wenn man ihn dreht, so dreht sich auch das eigene Spiegelbild.


Eckspiegel

Egal, von welchem Punkt aus man in diesen Spiegel schaut: Man sieht sich immer selbst. Lichtstrahlen werden parallel zurückgeworfen. Ein Exponat mit vielen praktischen Anwendungen, z. B. dem Katzenauge am Fahrrad.


Formen fühlen

In diesem Kasten befindet sich ein Körper, den man „blind“ durch unterschiedlich geformte Löcher stecken soll.


Goldener Schnitt

Mit einem Metermaß und einem Goldenen Zirkel kann man prüfen, ob man nach dem Goldenen Schnitt proportioniert ist. Auch in Gemälden kann man den Goldenen Schnitt entdecken. Zusätzlich erhält man zahlreiche Hintergrundinformationen zum Goldenen Schnitt und den Fibonacci-Zahlen.

Knobeltisch 6-teilig
Dies ist eine Zusammenstellung verschiedenster bekannter Knobelspiele: T-Puzzle (Legespiel), Zwerge („Zaubertrick“ durch Vertauschung zweier Elemente), Pyramiden und Somawürfel (Räumliche Puzzle), Waben (Anlege-Spiel).


Leonardo-Brücke

Aus Holzstäben soll eine Brücke gebaut werden, ohne dass Klebe- oder Befestigungsmaterialien verwendet werden dürfen. Ein Prinzip, das von Leonardo da Vinci entwickelt wurde.


Leonardo-Mann
Die Besucher können sich in das berühmte Bild von Leonardo da Vinci, auf dem der Mann in ein Quadrat und einen Kreis eingepasst ist, selbst hineinstellen und etwas über die Proportionen ihres Körpers erfahren.

Lights on!

Wenn man auf einen Schalter drückt, ändert sich der Zustand von drei der sieben Lampen: Wenn eine aus war, geht sie an und umgekehrt. Ziel ist es, alle sieben Lampen zum Leuchten zu bringen.


Mein Geburtstag in Pi

Man tippt sein Geburtsdatum ein, daraufhin zeigt der Computer, wo in der Dezimalbruchentwicklung von Pi diese Ziffernkombination vorkommt.


Penrose-Puzzle

Aus den Figuren „Drachen“ und „Pfeile“ kann ein 10-eckiges aperiodisches Muster gelegt werden. Die Figuren sind große Puzzleteile, so dass das entstehende Parkett nicht verrutscht.


Perspektive Schachbrett

Schaut man durch ein auf einer Grundplatte befestigtes Guckloch, so sieht man, dass die auf einer Plexiglasplatte perspektivisch zulaufenden Linien mit einem Schachbrettmuster zur Deckung kommen.


Pythagoras zum Klappen

Ein Beweis für den Satz des Pythagoras, der durch das Umklappen von Holzteilen veranschaulicht wird.



Quadrat-Puzzle

Ein rechteckiger Rahmen lässt sich mit Quadraten unterschiedlicher Größe auslegen!


Riesenkaleidoskop

Stellt man sich ins Innere dieses verspiegelten Kastens, so sieht man sich selbst aus verschiedensten Richtungen unendlich oft gespiegelt.


Riesenseifenhaut

Zieht man an einem Seil, wird man von einem wunderschönen Seifentunnel eingehüllt. Zuerst hat der Tunnel noch die Form eines Schlauches, aber bald bekommt er eine immer schmalere Taille, bis er schließlich den Besucher berührt und zerplatzt.


Seifenhauttisch

Unterschiedliche Körper aus Metalldrähten können in Seifenlauge getaucht werden. Es entstehen wunderschöne Seifenhäute – Minimalflächen, die man nicht erwartet hätte.

Turm von Ionah

Der Turm von Ionah stellt eine Umkehrung des bekannten Turms von Hanoi dar: Fünf Scheiben sind von einem Trichter in einen von zwei weiteren Trichtern zu versetzen. Dabei darf in jedem Schritt nur eine Scheibe bewegt werden. Außerdem darf nie eine kleinere Scheibe über einer größeren liegen.

Was alles in den Würfel passt!

Neben einem oben offenen Würfel stehen drei scheinbar größere Körper (Tetraeder, Oktaederstumpf, Stella octangula). Diese sollen in den Würfel eingepasst werden. Es funktioniert!


Wer kommt am weitesten raus?

Dies ist ein Knobelspiel, bei dem es darauf ankommt, Steine so auf ein Podest aufzutürmen, dass ein Stein frei über dem Abgrund schwebt.


Alle Fotos: © Mathematikum Gießen/Fotograf: Rolf K. Wegst